32 - Banff 1

Posted in Urlaub by galak on 19 December 2016

Heute sollte es endlich nach Banff gehen, der "Hauptstadt" des gleichnamigen Nationalparks.

Auf dem Weg wollten wir noch etwas wandern, wobei wir zwischen einen Aufstieg zum Stanley-Gletscher und einer Wanderung im Tal zum Marble Canyon wählen wollten. Kathis Wetterbericht hatte Regenwetter angesagt und ihre Aversion gegen bergauf war stärker als die Angst vor Bären und langweiligen Talwegen, also hat der Canyon gewonnen.

Der Weg war schmal aber recht gut zu laufen und führte parallel zum highway immer an einem Fluss entlang, wobei wir in ein riesiges ehemaliges Waldbrandgebiet kamen, auf dem vor 13 Jahren 130 ha in Flammen gestanden haben. Der Jungwald war etwa 2m hoch und durch die kahlen alten Stämme konnte man recht weit auf die umliegende Bergkulisse schauen, auf der in den letzten Tagen einiger Neuschnee gefallen war.

Der Canyon war wirklich schick, sehr tief und an manchen Stellen so schmal dass man drüberspringen könnte und ganz in der Nähe gabs eine kurze Mittagspause. Kurz weil das Wetter schlechter wurde und dicke Wolken hereinzogen, aber es sollte trocken bleiben. Am Ende der Wanderung gabs noch etwas Geschichte bei einem Besuch der paint pots, mehrerer kleiner Wasserlöcher an deren Ufer bunte Erde zu finden war, die erst den Ureinwohnern, dann bis etwa 1930 auch den Kanadiern als Basis für natürliche Farben diente.

Dann gings endlich weiter nach Banff, begleitet von Caros Gebrüll die nicht mehr im Kindersitz gefangen sein wollte. In und um Banff gibts mehrer Campingplätze, aber nur einer ist auch für Wohnmobile geeignet und dort haben wir erstmal einen Platz reserviert bevor es weiter ging in die City. Dort war es voll und laut und touristisch und wir alle waren ein bischen erschlagen davon. Wir haben 20 Minuten nach einem Eisdealer gesucht bei dem man nicht mal sitzen konnte und das Eis dann mit in ein Cafe geschleppt. Dort gabs Dank WLAN eine Grobplanung für die nächsten Tage. Im nahen Supermarkt brauchten wir noch Salz und Babynahrung und dann gings zurück zum Campingplatz wo wir zum großen Entsetzen von Eva kein Feuer machen durften. Noch schnell ein paar lecker Nudeln gefuttert und schon war wieder Schlafenszeit.