Backup mit restic & rclone

Posted in Computerkram by galak on 03 May 2025

Backups sind nervig

Eigentlich braucht man sie nur wenn mal etwas nicht funktioniert. Dann aber dringend und sofort und natürlich sind die wichtigesten Daten gerade am Vortag eingegangen. Wenn dann auch noch Freunde und Verwandte unter Linux und Windows mit administriert werden wollen, braucht's ein paar Konzepte.

## Grundideen Backups sollen möglichst geräuschlos im Hintergrund laufen, am besten täglich. Platz brauchen sollten sie wenig. Bei mir hat sich für Win eine Kombination aus Systemkopie und Datei-basiertem Backup eingebürgert. Für Linux bin ich weniger stringent (ist nur mein System), da reicht ein datei-basiertes backup meines home-Verzeichnis, der Konfigurationsdateien (/etc) und meiner Bastelprojekte (/var/www). Gemäß der 3-2-1-Regel soll man ja 3 Backups an 2 Orten, davon 1 außer Haus haben. Ganz so streng bin ich aber nicht - ein "lokales" Backup auf USB-Platte und ein Cloud-Backup muss reichen.

Werkzeuge - lokal

Für Windows nutze ich seit längerem eine Kombination aus ct-Wimage und hardlink-backup. Unter Linux bin ich bisher mit rsnapshot gut gefahren.

Werkzeuge - cloud

für ein cloud-backup sind die Sicherheitsanforderungen ein wichtiger Punkt. Nach einigem hin und her bin ich letztlich bei restic und rclone gelandet, was für Win und Linux klappt freu restic übernimmt dabei die steuerung des Backups, es arbeitet blockbasiert, datensparsam und lässt sich gut kontrollieren. Für die Verschlüsselung der Daten kommt rclone im crypt-modus zum Einsatz. Linuxer installieren beides über ihren Paket-Manager, für windows funktioniert scoop gut.

rclone-configuration:

zuerst muss man den Zugang zur cloud konfigurieren, dann darauf ein verschlüsseltes Verzeichnis aufsetzen. Wie das mit rclone geht, verrät https://keelancannoo.com/implementing-end-to-end-encrypted-backups-with-rclone/ ab Kapitel 5.

restic-configuration:

rclone allein kann backups anlegen, aber die Bedienung ist fummelig und es gibt keine guten Backup-Strategien (zB sichere täglich für 1 Woche, 1 Backup/Woche im Monat, 6 Monats-Backups im Jahr und lösche backups älter als 5 Jahre). Das alles kann restic besser, also her damit: wie das geht steht unter https://alikhallad.com/incremental-backups-with-rclone-restic/

restic ausführen

unter linux erledig das cron (crontab -e) oder systemd mit timer Windows ist frickeliger, aber es geht z.B. mit der Aufgabenplanung wie unter https://martin-ueding.de/posts/backups-unter-windows-mit-restic/ beschrieben oder gemäß https://rclone.org/install/#autostart-on-windows mit NSSM https://nssm.cc/