34 - Banff 3

Posted in Urlaub by galak on 19 December 2016

Nach dem Frühstück gings heute ins Bow valley, eine entspannte Wanderung zum Johnston Canyon stand auf der Todo-Liste denn nach der Regentour vom Vortag war Kathi zu keinen alpinen Hochleistungen mehr bereit.

Am Park-Eingang des Bow valley hat Alex erstmal ein paar Verkehrshütchen abgeräumt, was aber nicht am fahrerischen Ungeschick sondern der unmöglich zu meisternden Anordnung der Pylonen lag. Am Canyon selbst gabs Touristische Betriebsamkeit die dank der Nebensaison nur geradeso noch erträglich war. Der Weg war aus Beton und führte mit vielen Schildern zu Geschichte und Geologie der Schlucht 2 km lang durch die Schlucht erst zu den lower falls (durch einen Canyon waren wir noch nie gegangen was das Ganze wieder interessant machte)

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und dann bergauf am Rand der Schlucht zum größeren upper fall.

Auf dem Weg gabs jede Menge Trara über unseren Tross mit zwei Kindern und zumindest einige Kanadier fühlten sich in ihre Vergangenheit versetzt bei diesem Anblick.

Sehenswert für uns waren ein deutsches Pärchen das den Weg mit vielen Treppen mit Kinderwagen auf sich nahm und ein Mann mit einer Rolle rosa Klopapier unter dem Arm (Schluchtenscheißer??).

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Am wirklich sehemswerten upper Fall wurden wir von einem Schild ob unser herausragenden Wanderleistung beglückwünscht (150 Höhenmeter auf 2km Weg) und dahinter begann endlich ein "richtiger" Wanderweg, der uns zu den ink potts bringen sollte. Dieser schreckte dann alle verbleibenden Touristen auch erstmal durch Pfützen, umgefallene Bäume und steilen Anstieg ab, blieb aber ein schöner breiter Waldweg. Auf dem gings 3,4 km fast nur bergauf so dass Alex sein hochalpines Lebensgefühl fast schon wiederhatte - dann kamen wir auf ein Hochplateau umrahmt von schneebedeckten Gipfeln.

Hier liegen die Inkpots - durch ihre blaugrüne Farbe bestechende kalte Quellen die direkt aus der Erde sprudeln - bei Sonnenschein und Windstille gibt das Traumfotos.

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Außerdem war der Johnston Creek natürlich noch in der Nähe und an seinem Ufer gabs Mittag.

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Von hier wäre der Weg für einige Mehrtagestouren ins unberührte Hinterland weitergegangen, für uns aber war hier Schluß und es ging den gleichen Weg wieder zurück bis zum Canyon, wo es zur Belohnung Kaffee und Kuchen bzw Softeis für Eva gab.

Auf dem Rückweg haben wir dann noch an einer Stelle angehalten an der der bow river einen Bogen macht und der Straße recht nahe kommt, hier wollte Alex nochmal sein Angelglück versuchen. Der Weg zum Fluss war dann doch weiter als gedacht und führte durch Dickicht und über einen Bahndamm, aber die Aussicht hier war super und mit etwas mehr Zeit wäre vielleicht ein Bieber aufgetaucht (genug benagte Stämme gab es) oder sogar ein Fisch zu fangen gewesen, so blieben 20 Minuten Angelidylle für Alex und plärrende Kinder im Camper bei der Rückkehr.

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Für unseren letzten entspannten Abend im Camper wollte Kathi noch ein Glas Wein und so kam es, dass Alex 18 $ in 0,7 l Alkohol investierte - der Kathi dann selbst als Schorle nicht schmeckte..